"Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Organisatoren
der diesjährigen Rallye. Wir sind jetzt noch ganz begeistert von der
tollen Landschaft, der schönen Strecke, dem netten Hotel mit prima
Frühstück, dem herrlichen Picknick, dem super Grillabend, der guten
Stimmung und dem phantastischen Wetter.
Nochmals ein ganz großes Lob an die Ausrichter und
Ihre Helfer für die guten Ideen und die sorgfältige Planung. Die
Messlatte für das Altmühltal liegt hoch. Wir drücken die Daumen für
ein gutes Gelingen. Wenn der Termin es zulässt, freuen wir uns auf
die Teilnahme",
so äußerten sich Elisabeth und Walther aus Dresden.
Dem brauchen wir an sich
nichts mehr hinzuzufügen. Es gilt auch für uns, von einem
äußerst erlebnisreichen Sommerwochenende sind die Saabisten des
Rhein-Erft-Kreises zurück gekehrt, wobei die regionalen Freunde
nicht die alleinigen Teilnehmer stellten, denn auch Monika und
Jürgen aus Mönchengladbach gesellten sich wieder zu der rheinischen
Truppe, es reisten auch die Bamberger und die Eckersdorfer an,
Walther und Elisabeth kamen aus Dresden und die Ausrichter des kommenden
Jahres Käthi und Paul-Karl setzten sich am Freitag mit dem 9000 von Wettstetten aus in Richtung Norden in Bewegung. Leider brachte es
der 9000 nur bis nach Kassel, wo er nach kurzen Zuckungen und
Zündaussetzern den Dienst einstellte. Zündung? Käthi und Paul-Karl
ließen sich jedoch nicht davon abhalten die Fahrt ins "Alte Land"
fortzusetzen, sondern orderten einen Miet-Mini (Saabs sind zurzeit
leider keine zu mieten) und setzten die Fahrt verspätet fort - so
sind sie halt, die Saab-Enthusiasten. Weiterhin vervollständigten
aus der näheren Umgebung Petra und Guido aus Hannover, Elvira und
Heide aus Bremen und Gesche aus Schleswig den 44köpfigen
Saab-Zirkel.
Das Treffen
begann für die bereits an Fronleichnam vorzeitig angereisten
Rheinländer und Bamberger am Freitagmorgen. Eine
35-Personen-Barkasse hatte die Organisation für uns angemietet. Wir sollten einen Tagesausflug auf den Wasserstraßen der Stadt
Hamburg erleben, der nur von einem zweistündigen Landgang in der
neuen Hafencity unterbrochen wurde. Keine Kosten und Mühen scheute
das Organisationsteam und die "Clubkasse", um diese individuelle und
einmalige Barkassentour zu bieten, so dass die fast 30köpfige Gruppe
von 11.00 - 18.00 Uhr eine umfassende Hafen- und Elbe-Rundfahrt
erschippern konnte; ein unauslöschliches Erlebnis für alle
Beteiligten. Insbesondere die mehrmaligen Phasen des Wellengangs,
sorgten für leichte Abkühlung der ungünstig sitzenden Teilnehmer,
zur Erheiterung der anderen. Imposante Einblicke ins Hafenleben und
die Logistik vermittelte der Schiffsführer und die erste
Speicherkarte des Fotoapparates füllte sich schnell mit 1024 MB,
sprich ca. 90 Aufnahmen im TIF-Format. Kurz nach Sechs erreichten
wir wieder die Schiffsanlegestelle in Finkenwerder und eine
gemütliche Rückreise entlang der Elbdeiche ließ den erlebnisreichen
Tag Revue passieren. Am Abend empfing uns eine eingedeckte Tafel im
Hollerner Hof und ein gemeinsames Abendessen.
Die
Troll-Rallye am Samstag, zu der wir auch mehrere Gäste begrüßen
konnten, u.a. die Redaktion der Old- und Youngtimer-Zeitschrift
"abgefahren", brachte im Ablauf und im Ergebnis einige
Überraschungen. Die Strecke wurde vom Organisationsteam Ulla, Ina,
Rafael und Holger in sogenannte Chinesenzeichen verschlüsselt und zu
einem kilometrierten Roadbook präzise zusammengestellt und in
gebundener Form übergeben. Nicht nur die Streckenbeschreibung hatte
ihren besonderen Reiz und erfreute gerade die "professionellen"
Copiloten, die 14 Fragen nach Örtlichkeiten, spezielle drei Fragen
nach den historischen Hintergründen der baulichen Entwicklung der
Altländer-Bauernhäuser brachte genügend Diskussionsstoff am Abend.
Es führte dazu, dass einige Interessierte mehrfach Lektüre
durcharbeiteten oder auch das Heimatmuseum in Jork bzw. den Direktor
telefonisch und persönlich kontaktierten. Im Nachhinein stellte sich
heraus, dass nicht immer die landläufige Meinung auch
wissenschaftlich belegt wird. Wir sollten uns womöglich
ausschließlich auf Fragen nach Örtlichkeiten beschränken, die
ohne intensivste Anwohnerunterstützung zu beantworten
möglich sein sollten, meine persönliche Meinung. Obwohl gerade diese
Bewohner-Befragung einigen
Beifahrern/Beifahrerinnen großes Vergnügen zu machen schien, denn
nicht nur Kontakte zur heimischen Bevölkerung wurden geknüpft,
die Beantwortung der Fragen nach den goldenen Dachkugeln, der Muster
in den Giebelfronten oder die Frage nach dem größeren Obergeschoss,
stellten selbst die Bewohner entsprechender Häuser vor teils
unlösbare
Probleme, so dass kurzzeitig sämtliche Hausbewohner am Hauseingang
versammelt waren, dazu mehrere Antwort-Varianten präsentierten ...
uns erschien daher die Beantwortung vor Ort unmöglich und auch Doris
und Pit folgten abseits der Strecke dem Hinweis nach dem
Yorker-Heimatmuseum, um sich dort kundig zu machen. Ein zufälliges
Zusammentreffen mit dem Museumsdirektor am Sonntagabend brachte
schließlich einige Klarheit in die unterschiedlichen korrekten und
auch unkorrekten Antworten und "Vermutungen". Besondere Highlights sind für die 33.
Troll-Rallye kaum zu betonen, denn das „Gesamtpaket“ war ganz
besonders attraktiv, eine wunderschöne Strecke, die uns bereits nach
einigen Kilometern über eine Schotterstrecke auf der Suche nach
einer himmelblauen Konstruktion führte, in Stade zu einem
Stadtrundgang animierte, wo nicht nur die Koordinaten des BAMAG
Meguin abgefragt wurden, sondern auch über den Sinn oder die Ursache
dreier Kanonenschüsse. Eine fehlerfreie
Streckenbeschreibung und der nicht zu übertreffende Zwischenhalt mit
Picknick im Obstparadies Schuback in Jork, wobei der bestellte
Picknick-Korb nicht nur Kuchen enthielt, sondern dazu belegte Brote
mit Wurst-Spezialitäten der Gegend. Dabei hatte uns kurz vorher die
Strecke mehrmals über und durch den Deich, rechts, dann links vom
Deich in York geführt. Und der
Appetit war jedenfalls da und ließ für die Vogelwelt des Landschaftsgartens
keine Krumen
übrig. Nach diesem erholsamen Aufenthalt im Obstparadies führte uns
die restliche, kaum noch 20 km lange Streckenbeschreibung, Richtung Hollern
zurück, wo wir zwischen Mojenhörn und Wetterndorf auf
einem weitläufigen Gelände eine letzte Sonderprüfung zu
absolvieren hatten. Begonnen hatte die Fahrt mit der SP 1 am Twielenflether Elbstrand mit „Schiffe versenken“ in Natura. Mit
etlichen Metern Absperr-Flatterband hatten die Initiatoren die
entsprechenden Felder am Sandstrand des Elbeufers dargestellt. An SP
2 wurden die historischen Saab-Kenntnisse von den Konkurrenten
abgefragt. Und SP 3: Hier sollte die Geschicklichkeit im Umgang mit
einem elektrisch getriebenen Spielzeugauto und Fernbedienung auf
einem abgesteckten Rundkurs geprüft und demonstriert werden, führte
jedoch nur bei Punktgleichheit zur Wertung. Hier konnte das
Redaktionsteam „abgefahren 1“ Geschick beweisen, denn die
vorliegende Bordkarte beurkundet eine Fahrzeit von 22,7 Sek. -
eine herausragende Zeit. Nicht genug, nach Rückkehr der Teilnehmer
erwartete uns der Altländer-Obsthof mit einem bestellten Abendmenü
vom Grill, das wir dank des tollen Wetters sogar im Obstgarten
einnehmen konnten. Klasse, auch die anschließende Siegerehrung
konnte nicht den Appetit verderben und die größte Überraschung war
für viele Saabisten nicht nur der 2. Gesamtplatz der „Greenhorns“
aus Mönchengladbach, Monika und Jürgen, sondern auch der zweite
Gesamtsieg in Folge von Christina und Gunther aus Eckersdorf bei
Bayreuth, die uns 2013 zur 36. Troll-Rallye in den Frankenwald bei
Hof entführen wollen - 34. und 35. Troll sind ja bekanntlich ins
Altmühltal bzw. ins „Schwalm-Nette-Gebiet“ am Niederrhein vergeben.
Wir freuen uns drauf.....
Den 3. Platz
belegten Ruth und Erich aus Bad Münstereifel, den 4. Rang
behaupteten Doris und Pit aus Bamberg. Weitere Platzierungen sind
uns leider nicht mehr in Erinnerung, nur das Team des wm´s mit Liway
und Kurt auf den beiden "heißen" Sitzen belegte abgeschlagen einen
der letzten Plätze, allein die SP 3-Zeit von fast 80 Sekunden hätten
keine bessere Platzierung erlaubt.
Auch an
dieser Stelle unserer besonderer Dank den Organisatoren
Ina, Ulla, Rafael und Holger für die Vorbereitung und die herzliche
Aufnahme. Mit Freude und glänzenden Augen erinnern wir uns inzwischen an diese
schöne Veranstaltung.