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- Geschichten

 

Schwedenreise 2000

Über Stock und Stein, Berg und Tal

 

Als die vier Saab der Saab-Freunde Erftkreis auf den Parkplatz des Gemeindehauses "de Klaekeburg" in Maastricht-Heughem einbogen, verloren sich nur wenige Saab-Fahrzeuge auf dem großen Platz, was sich anschließend aber sehr schnell ändern sollte. 75 Saab-Teams hatten sich bei Wim angemeldet. Und sie kamen aus allen Bereichen der Niederlande, selbst aus der Nähe von Amsterdam reisten Markenenthusiasten an, um nicht nur ihren Saab zu zeigen, alle Modellreihen waren zu sehen, auch um sich die Schönheiten der Landschaft Limburgs und des angrenzenden Belgien anzuschauen.

Nach der persönlichen Begrüßung durch Wim, Rob und Didier, Johan und Tom waren auch nicht weit, konnten wir uns an der aufgebauten Kaffeetafel bedienen. Diese Stärkung mit Kaffee und einem Stück vom Limburger Kuchenbuffet nahmen wir gerne entgegen. Limburgse Vla ist immer wieder gern gesehen, nicht zu verwechseln mit den Puddings im Tetrapack einer deutschen Lebensmittelkette. Anschließend klärte uns Rob über die Besonderheiten der 19. Fahrt auf, zu der wir anschließend nach Gusto starten durften.

Nach nur wenigen gefahrenen Kilometern verließen wir Maastricht und erreichten vor Eijsden das Ufer der Maas. Von dort erhaschten wir einen ersten Blick auf das gegenüberliegende Steilufer aus Kalkstein. Hier war eine erste Frage nach der offiziellen Landschaftsbezeichnung zu beantworten: Eijsder Beemder.

Die Strecke führte uns weiter über Kopfsteinpflaster durch das alte Eijsden mit Schloss und vielen historischen Bauten. Noch waren die zahlreich angrenzenden Cafés und Biergärten nicht gefüllt, aber im Laufe der Fahrt sollten wir das anders erleben. Die Sonne zeigte sich seit dem frühen Morgen und die Temperaturen erhöhten auch die Aktivitäten der Klimaanlagen. Glücklicherweise war der kommende Schotterkilometer noch nicht allzu staubig, was die Cabriofahrer wohl erfreut zur Kenntnis nahmen. Für den Autor war´s nichts mit einem 9-3 Test in den drei Kurven, Glück fürs Auto, denn das fast komplette Teilnehmerfeld bewegte sich noch vor uns. Die zweite Frage nach einer Örtlichkeit machte uns auch keine Probleme, schön vom Auto aus am rechten Fahrbahnrand zu sehen, so lieben wir es.

In s´Gravenvoeren wurden die Straßencafé bereits stark frequentiert. Es lag wohl auch am Besuch einer riesigen Gruppe Rollerfahrer, die sich während unserer Durchfahrt mit ihrer Abfahrt beschäftigte, so dass wir das gesuchte "Laterne haltende Männlein" übersahen. Auch sonst waren wir nicht immer alleine unterwegs. Im Gegenverkehr erkannten wir an einem MG-A, BMW 02er und einem älteren Alfa Spider unbekannte Rallyeschilder. Auch eine Gruppe Original-Minis "hoppelte" uns auf der rumpeligen, belgischen Landstraße entgegen. Glücklicherweise sind unsere Saab trotz sportlicher Abstimmung wesentlich komfortabler. Selbst im 19" bereiften Turbo X von Rolf und Gunter, die uns folgten, waren vergleichbare Horizontalbewegungen der Insassen nicht zu erkennen. In Slenaken, wir näherten uns dem bergigen Teil Limburgs, wurde die nächste Antwort zu einer Frage fällig. "Wie weit sind diese Zebras von Kapstadt entfernt?" Ein Schild über der abgebildeten Plastik (s. unten) gab uns Auskunft: 9451 km. Die zahlreichen Hotels und Gaststätten zeugten von der touristischen Beliebtheit dieser holländisch, belgischen Grenzregion. Wir näherten uns dem ersten Zwischenhalt der Limburgtour am Drielandenpunt, auf dem ersten der drei gesuchten Berge Limburgs, dem Vaalserberg. Vorher führte uns noch das Roadbook nach kilometrierten Chinesenzeichen  durch den Gemmenicher Forst, kurvenreich bergauf und bergab, nicht ohne häufigen Gegenverkehr von Radsportlern und Motorradfahrern. Auch das wunderschöne Schloss Vaalsbroek sahen wir während der Vorbeifahrt, bevor wir über Epen zum Zwischenziel einfuhren. Dort hatte sich wohl halb Holland versammelt, an diesem wunderschönen, sonnigen Tag.

Wir setzten die Zwischenpause aus und begaben uns direkt wieder auf die Strecke, die uns als nächstes Ziel das Chateau de Breusdal nannte. Dort war das Datum des Beginns des Denkmalschutzes zu ermitteln. Keine sechs Kilometer weiter verließen wir wieder belgischen Boden, obwohl es unbemerkt stattfand. Die anfängliche Strecke fuhren wir in entgegen gesetzter Richtung, denn die Frage nach dem "Laterne haltenden Männlein" wurde erneut gestellt. Wir fanden das gesuchte Bronzedenkmal.

Inzwischen waren wir alleine unterwegs. Weit und breit kein Saab, obwohl am Straßenrand schon wieder auffällig viele Saab zu sehen waren. Aber wir suchten Teilnehmer. Hans und Andreas und den 9-5 hatten wir zwar mal gesehen, aber Rolf und Gunter, Claudius und Monique im 9-3 Cabrio hatten wir am ersten Etappenziel wohl verloren. Inzwischen bewegten wir uns weiter nördlich. Wir erreichten die Wasserlandschaft und Seenplatte der Maas und deren Kanäle. Wir müssen uns wieder auf holländischem Boden befunden haben, denn in Lixhe wechselten wir die Uferseite der Maas und die Frage nach dem Albert-Kanal folgte. Befanden wir uns wieder für einen kurzen Augenblick in Belgien? Eine Stadtdurchfahrt durch Maastricht folgte, die wir zwei das erste Mal vom linken Maasufer aus sahen. Sehr schönes Stadtbild. Wenige Kilometer weiter erreichten wir das Etappenziel der zweiten Sektion am Chalet Bergrust am St. Pietersberg, mitten im Stadtbereich von Maastricht gelegen, wie ich jetzt in Google-Maps erkenne. 92 Kilometer hatten wir inzwischen zurückgelegt und das Teilnehmerfeld hatte uns eingeholt.

Tom und Johan ließen es wohl wieder "brennen" und der Sonett II befand sich in edler Gesellschaft, denn zwei ältere Plattnasen-96 mit Zweitakt-Motor befanden sich im Schlepptau. Muss ein Vergnügen gewesen sein - mit Freilauf auf Berg- und Talfahrt. In Itteren verpassten wir dann glücklicherweise, wie wir später an den Reifen der anderen sahen, die vorgeschriebene Route, wobei wir bereits nach Hundert Meter erkannten, dass die Idealroute nur 20 Meter entfernt parallel zu unserer Straße verlief. Es muss etwas Schlammig gewesen sein, unser sauberer 9-3 blieb jedenfalls verschont und weiterhin Top im Aussehen. Von einer Umgehungsstraße warfen wir einen Blick auf das Industriegebiet am Flughafen Maastricht. In den vergangenen Jahren war hier noch Saab-Kompier ansässig und Startplatz der Limburg-Tour. Heute wurde die Frage nach den beiden exclusiven Autohändlern am Ort gestellt: zu Jaguar hatte sich nun als Nachbar Porsche auf dem Kompier-Gelände breit gemacht.

Wir näherten uns mittlerweile dem Ziel der 19. Limburg-Fahrt.

Die letzte der zehn Fragen war ohne Probleme zu beantworten, bevor wir über den Musschenberg, der 3. Berg der Tour, Spaubeek und das MFC `t Roadhoes zu Abendessen und Siegerermittlung- und Ehrung erreichten. Siegerermittlung: Zehn unterschiedliche Ersatzteile mussten benannt und bestimmten Fahrzeugen (Saab natürlich und ein Fremdfabrikat) zugeordnet werden, denn mehrere Teilnehmer hatten alle zehn Fragen korrekt beantwortet. Schade, damit verließen uns unsere Siegchancen und die "Anwartschaft" auf die ausgelobte Kiste Wein. Keine Chance für einen Schreibtischtäter.

 

Trotzdem - die 19. Limburg-Tour war erneut eine Reise wert und ein wirklich fantastisches Erlebnis und wir zwei, Liway und williweb hatten einen Riesen-Spaß. Für williweb die größte Genusstour nach der anstrengenden Organisation der Trips-Fahrt überhaupt, viele wunderschöne Autos unserer Marke, auch eine Augenweide die hügelige Landschaft im südlichen Teil Limburgs, flach und eben im nördlichen Teil als Wassersport-Eldorado; keine Verpflichtung, keine Arbeit - einfach nur genießen.

 

Wir danken den Organisatoren Wim, Rob und Didier ganz herzlich für ihre perfekte Arbeit und danken auch für die Möglichkeit der erneuten Teilnahme. Bis im nächsten Jahr - wir kommen gerne wieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: © Claudius F. williweb

 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
   
     
     
     
 

     
 

Tom und Johann gewinnen den

Schwedenreise 2000

 

Der regnerische Beginn der 24. Graf Berghe von Trips-Gedächtnisfahrt  am 21. August tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Auch der Himmel wechselte rasch den "Gesichtsausdruck" und im strahlenden Sonnenschein kehrten die 86 zugelassenen Teams nach der 1. Sektion der Fahrt zurück zum Schloss Loersfeld. Nach der einstündigen Pause erfolgte nach dem Re-Start die SP2, bei der die Teilnehmer eine Strecke von 780 m im Park zu Schloss Loersfeld im 20er Schnitt zurück legen sollten.

Hier "überholten" Tom und Johan im 96 mit einer Fehlzeit von 3 Sekunden die Dauerabonnenten auf den Troll-Pokal. Gauke und Erich erreichten mit 2:31 Min. 11 Sekunden Differenz zur Sollzeit und damit 22 Strafpunkte. Auch bei der SP3, die die Organisatoren in der Abtei Brauweiler platzieren konnten, hatte Tom ein gutes Händchen für den Zweitakter und legte mit einem Unterschied von zwei Zentimetern(!) bei der mittigen Durchfahrt eines Tores den Grundstein für den Gewinn des Troll-Pokals. Unsere Freunde vom Saab Club Nederland erreichten schlussendlich den hervorragenden 6. Platz in der mit 45 Teams stark besetzten Klasse D und den 13. Rang im Gesamtklassement. Gauke und Erich gingen diesmal mehr oder weniger leer aus. Sie wurden trotzdem 9. in der Klasse D für Fahrzeuge bis 1973, die jüngsten Teilnehmer der Veranstaltung.

Voraussetzung für die guten Platzierungen waren selbstverständlich Null Fehlerpunkte auf der gesamten Strecke: Korrekte Beantwortung der gestellten Fragen nach Örtlichkeiten und zum Leben des Grafen und natürlich alle Stempel der acht Durchfahrtskontrollen. Wir gratulieren beiden Teams für ihren erfolgreichen und viel beachteten Auftritt bei der Tripsfahrt. Auch im parallel veranstalteten Clubpark trafen sich eine Menge Saabisten zum Erfahrungsaustausch. Gab es u.a. ein Wiedersehen mit dem weißen 99 Turbo und seinem Besitzer Philipp Müller, der neben williweb im Kundenkreis des damaligen Saab-Autohauses Schüssler in Kerpen-Sindorf zu finden war. Heute alles Historie aus den 70er Jahren...

 

Die Gesamtwertung der 24. Graf Berghe von Trips-Gedächtnisfahrt:    

 

   
 
   
 
     
 

Einen Einblick in die Veranstaltung gewährt erneut das Video von "StadtTV Bruehl":

 

Wolfgang von Trips verstarb als Führender der Formel-1-Fahrerweltmeisterschaft am 10. September 1961 in Monza und wurde am 14. September in Kerpen-Horrem beerdigt.

 

Fotos: © williweb, Wim Scholl

 
 

25./26. Juni 2011:

Schwedenreise 2000

 

Der Jahreshöhepunkt

Sommerwochenende und 34. Troll-Rallye am Brombachsee im Landgasthof Sonnenhof

Im Landgasthof Hotel Sonnenhof trafen wir auf ein gastliches Haus, das auch unseren preislichen Vorstellungen entsprach. Familie Kurfürst hatte bereits am Montag eine Ferienwohnung bezogen, Hans und Andy bevölkerten mit Hundedame Beverly den nahen Campingplatz, den auch Christina, Gunther mit den Kindern als Urlaubsdomizil gewählt hatten. Für die Testcamper aus Eckersdorf waren glücklicherweise Hans und Andy zur Stelle, als sie beim Aufbau des Vorzeltes an den Rand eines Nervenzusammenbruchs gerieten. Den Donnerstag, den die Mehrzahl der Rheinländer zur Anreise nutzten, ließen wir mit der Besichtigung der Fahrzeuge und Begrüßung der anreisenden Teilnehmer ruhig ausklingen. Über 25 Personen versammelten sich am Abend zu einer gemeinsamen Sichtung der kleinen Speisekarte.

Für Freitag hatten Käthi und Paul-Karl, für die die Arbeit der Vorbereitung bereits Monate vorher begonnen hatte, ein Alternativ-Programm vorgesehen, denn leider viel unsere so schön gedachte Besichtigungstour der Audi-Werke in Ingolstadt dem Brückentag zum Opfer. Andere, wie Elisabeth und Walther aus Dresden, machten sich selbstständig und besuchten, nachdem sie auf der Hinreise bereits das außerordentliche Maybach-Museum in Neumarkt besucht hatten, historische Stätten in Weissenburg und Eichstätt. Uns zog es dagegen in die nahe Region. In Abenberg ging es hinauf zur Burg, zeigte das Klöppelmuseum eine Gastausstellung des Föreningen Svenska Spetsar (FSS) unter dem Motto „Spitzenkunst in Schweden - Klöppeln zwischen Tradition und Moderne“. Klöppeln, für den webmaster eine sehr beeindruckende, nicht nachvollziehbare Kunstfertigkeit. Paul-Karl unterließ es natürlich nicht, uns auf der Strecke zum nächsten Ort die landschaftlichen Reize der Umgebung zu zeigen, wobei die befahrenen Straßen in einer Generalkarte kaum zu sehen sind, da sie in neutralem Dunkelgrau gehalten sind. Wir erreichten alsbald Großweingarten, einen Ortsteil von Spalt, wo wir einen Blick in den Hofladen der Brennerei Walther werfen durften. Nein, Spirituosen haben wir natürlich nicht probiert, aber gerne nahmen wir von den fast schwarzen Süß-Kirschen aus der Plantage des „Schnapsbrenners“, in dessen Besitz sich ca. 3000 Kirschbäume befinden. Den Ausklang des Tages bildete eine weitere Attraktion des Orts Spalt. Wir erwanderten den „Spalter- Barfuß- Wonnen- Weg“, „Unten ohne zwischen Enderndorf am See und Stockheim“. Selbst Glas wurde schadlos überwunden - auch die eigene Angst.

Am Samstag reisten die restlichen Teilnehmer an, die eher in der näheren Umgebung zu Hause sind. Die weiteste Anreise konnte Gesche aus Schleswig verbuchen, fast 800 Kilometer legte sie mit dem mitternachtsblauen 9-3 zurück. Die kürzeste Anfahrt hatten wohl Irmgard und Karl mit 58 km, die wieder den 97iger 9000 Anniversary präsentierten, dessen tadelloser Zustand uns immer wieder in Erstaunen versetzt. Einen tolles Auto, das selbst heute nicht nur bei Saab seinesgleichen sucht. Weitere Teilnehmer mit einer aufwendigen Anfahrt kamen aus Hannover, Petra und Guido im 9-3 Cabrio und Ulla nebst Monika aus Schwerte - für Simone  und Ulla ein freudiges Wiedersehen nach bestimmt über 20 Jahren.

Zum erstmaligen Kennenlernen kam es für uns bei der Ankunft der österreichischen Saab-Fans, Renate und Joe aus Hörbranz am Bodensee. Joe´s humorvolle Art stieß auf viel fruchtbaren, rheinischen Boden und sorgte für schnellste Integration und beste Stimmung. Auch bei Anja und Dietmar aus München war keine Zeit der Eingewöhnung spürbar, so dass das Organisationsteam die Fahrerbesprechung vor einer richtigen Saabgemeinschaft abhalten konnte, nachdem schon mal die wichtigen Dinge an und in den Fahrzeugen in Augenschein genommen waren. So auch die wunderschönen handgemachten Sonett 1– Modelle von Karl, die er in aller Bescheidenheiten dem Saab-“Archivator“ Wolfgang zeigen konnte.

Bei so viel handwerklichem Geschick bekamen die von Paul-Karl angekündigten vier Sonderprüfungen eine besondere Bedeutung, die schließlich über Sieg oder Niederlage entscheiden könnten. Die gesamte Familie, Töchter Barbara und Ursula, Sohn Matthias, Freundinnen und Freunde und Bruder Hansi aus Augsburg wurden rekrutiert und organisierten den Ablauf der vier Prüfungen.  Begonnen wurde mit der SP 1 auf dem Startplatz am Hotel. Dort wurden drei Boulekugeln möglichst nah an einen Punkt geworfen und die Abstände summiert. Die Einzelergebnisse sind zwar nicht bekannt, aber beim Autorenteam erinnerte das Boulespiel mehr an Kugelweitstoß. Danach begaben wir uns auf die 130 km lange Strecke der 34. Troll-Rallye. Welch ein Vergnügen! Diese Landschaft, diese Sträßchen, diese Ortschaften - da beginne ich zu Schwärmen.  Von Pleinfeld aus richtete sich die Strecke nördlich aus. Keine drei Kilometer folgten wir der Staatsstraße, als die Strecke nach links abbog und einem asphaltierten Weg folgte. Es ist grundsätzlich festzustellen, dass ausschließlich asphaltierte Straßen befahren wurden, Schotterwege wären möglich gewesen, auf deren Nutzung Paul aber verzichtete. Es folgte ein erster „Rundkurs“ und nur hier kamen uns aus irgendeiner Richtung Despina und Alexandra entgegen, mit denen wir jedoch anschließend gemeinsam einige Kilometer Strecke abfuhren. Nicht vergessen wollen wir, dass wir natürlich auch etliche Fragen nach Örtlichkeiten, Jahreszahlen, großen Söhnen einiger zu durchfahrenen Städten oder Orten zu beantworten hatten. Spalt, Abenberg und Windsbach waren die nächsten Stationen, bevor wir nach einer idyllischen Ortsdurchfahrt durch zwei Stadttore von Wolframs-Eschenbach das Gasthaus zur Sonne erreichten, wo wir auf die nächsten Sonderprüfungen trafen. Es hieß Apfel- und Pflanzensorten zu bestimmen. Diese Aufgabe erledigte Liway mit Bravour und wir ließen uns Kaffee und Kuchen munden. Da es galt, die bestellten Gedecke zu bezahlen, starteten wir fast als Letzte in den neuen Abschnitt, ausschließlich Wolfgang mit Sohnemann Felix auf dem heißen Sitz des Beifahrers, Simone und Frank und das Team Kurt und Harald ließen sich noch etwas Zeit des Verweilens. In der Stadt Wolframs-Eschenbach, der westlichste Ort und Halbzeit der Troll-Ausfahrt, stießen wir natürlich auch auf die noch im Ortskern von Mittelalter und Renaissance geprägten Bauten, eine Stadt, die uns vordergründig wieder mit Kopfsteinpflaster und sehenswerten Gebäuden überraschte. Kurze Zeit nach der Kaffeepause folgte bereits die nächste Prüfung in einem dunklen Waldstück. Hier war mit einem Lenkrad nach Kegeln zu rollen, für uns leider wieder nur von mäßigem Erfolg gekrönt. Auch die von Liway gezogene Losnummer brachte keine erfreulicheren Aussichten auf Erfolg.

Mitteleschenbach, die Burg von Wernfels, als Jugendherberge genutzt, Haundorf und Absberg hießen die nächsten „größeren“ Ortschaften. In Absberg nutzten wir einen in den Streckenunterlagen empfohlenen Aussichtspunkt, um die Fläche der Fränkischen Seenplatte zu sehen: Großer Brombachsee, auf dem der Trimaran seine Gicht zeigte, Kleiner Brombachsee und der Igelbachsee.

Als nächsten größeren Ort erreichten wir die Kreisstadt Weißenburg (WUG). Dort stießen wir auf Ruth und Uli, die uns auf der Runde durch die Altstadt, auf der Suche nach einer Jahreszahl und durch das Ellinger Tor begleiteten. Hier trafen wir auch auf die Münchner Freude Anja und Dietmar, die sich zu Fuß auf die Jagd nach dem historischen Gebäude aus dem 16. Jahrhundert gemacht hatten. Die letzten Kilometer führten uns am Ellinger Schloss vorbei auf einen frei befahrbaren Wirtschaftsweg, parallel zur B 2, zurück nach Pleinfeld. Selbst google-maps versagte hier bei der Rekonstruktion unserer Strecke, die uns auch hier natürlich durch den alten Ortskern von Pleinfeld führte, selbstverständlich mit der Durchfahrt durch das Stadttor.

Auf eine Menge strahlender Gesichtet trafen wir auf dem Parkplatz am Hotel Sonnenhof an. Es wurde diskutiert, gelacht und natürlich wieder nach den Autos geschaut. Meinungen wurden kund getan - auch zur Situation der Marke gab es genügend Ansichten und Spekulationen.

Um 20 Uhr wurde dann das Büffet eröffnet. Lecker, reichlich, zufriedene Gesichter - Paul Karl konnte getrost mit der Siegerehrung beginnen. Genauere Einzelheiten kann ich nicht berichten, wir wurden jedoch als 16. gewertet, wie die ausgegebene Urkunde besagte. Dank der „Paulschen“ Initiative gab es zudem für jedes Team einen 10-Liter-Falteimer und ein mit einem eingebrannten Club-Logo versehenes Fensterleder. Sieger wurde das Team der Familie Kurfürst aus Mönchengladbach bzw. Niederkrüchten. Welch ein Zufall, denn Hans und Andy hatten bereits im Vorfeld die Ausrichtung der 35. Troll-Rallye versprochen, an sich in der Vergangenheit die traditionelle Aufgabe der Vorjahressieger, mit der wir vor einigen Jahren brechen konnten. So scheinen auch die kommenden Jahre bereits ihre Ausrichter und Organisatoren gefunden zu haben. Nach 2012 im rheinischen Schwalm-Nette-Gebiet werden wir uns womöglich 2013 in Hof an der Landesgrenze zwischen Thüringen und Bayern wiedersehen. Die 36. Troll-Rallye wollen die zweimaligen Sieger Christina und Gunther organisieren, 2014 sehen wir Sonja und Thomas als Orga-Team in Bad Wurzach im Allgäu und 2015 wollen uns womöglich Elisabeth und Walther das barocke Dresden und Umgebung zeigen, vorbehaltlich verbindlicher Absprachen beim nächsten Sommerwochenende am Niederrhein.

Obwohl am Sonntagmorgen die ersten Teams abreisten, gab es für die verbliebenen Teilnehmer ein Abschluß-Fotoshooting vor dem Barockschloss von Ellingen. Ich denke, wir durften ein wunderschönes Sommerwochenende in Pleinfeld erleben und genießen - und eine außergewöhnlich akribisch vorbereitete Troll-Rallye.

Wir sagen allen Beteiligten herzlichen Dank.

 
   

 

Fotos: © joe austria, williweb

   
     
     
 

17. April 2011

Schwedenreise 2000

 

Ute und Bruno führten uns zu der Clubausfahrt "Frühlingserwachen", wie wir es nennen, in das Bergische Land. Erwachen daher, da in den voran gehenden Wochen bei der Mehrzahl der Autos das Wintersalz entfernt wird, die Sommerbereifung montiert und die Karosserie einer umfangreichen Pflege unterzogen wird. Möglicherweise aber auch nur dadurch, dass die in der Garage überwinterten und eingemotteten guten Stücke hervor geholt werden, zu einer ersten Ausfahrt in den Frühling - soweit das Wetter wohl gesonnen ist, so wie auch in diesem Jahr.

Treffpunkt war heuer um 12 Uhr der Parkplatz Märchenwald am Altenberger Dom. Pünktlich erschien nicht nur die Sonne, auch die gemeldeten Teilnehmer, die nicht nur aus der näheren Umgebung anreisten, zeigten ihre guten Minen und die strahlenden Gesichter. Auch aus dem 250 km entfernten Mainaschaff trafen Simone und Frank pünktlich ein. Aus den Niederlanden und Belgien erreichte uns mit Tom und Johan ebenso lieber Besuch und der Sonett III von Johan war somit selbstverständlich das älteste (und auch schönste und seltenste) Auto auf dem Platz. Bruno aktivierte zudem einen Saabisten aus dem Kollegenkreis und Volker aus Köln schnupperte erstmals am Startort "Erftkreis´sche" Saabluft.

13 Saab - eine wunderschöne Reihe bildete einen ansehnlichen Konvoi, der sich anschließend auf eine 80 Kilometer lange Reise durch´s Bergische Land machte. Für die Mehrzahl ergaben sich viele neue Einblicke von der abwechslungsreichen Landschaft, die frisch sprießendes Grün zeigte. Zwei Stunden verflogen und aufgrund der vorbereiteten Papierunterlagen der Organisatoren ging kein Teilnehmer verloren, selbst ein notwendiger Tankstopp machte Ruth und Erich nicht nervös. An der idyllisch gelegenen ehemaligen Mehl- und Sägemühle im Tal der Bröl, dem heutigen Gastronomiebetrieb "Holstein´s Mühle" erwartete uns eine original "Bergische Kaffeetafel". Die korrekte Genussfolge der dazu gehörigen Speisenvielfalt bedurften tatsächlich einer "Bedienungsanleitung", wobei wir dagegen gefühlsmäßig die umgekehrte Reihenfolge eingeschlagen hätten: Herzhaftes vorne weg, Süßes am Schluss. Im Bergischen Land war es beim wm jedenfalls anders. Was soll´s - es hat hervorragend geschmeckt und auch das übrige Ambiente der Lokalität wusste uns zu begeistern. Man könnte tatsächlich Urlaub dort machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

Dem Organisationsteam und allen Mitfahrern sagen wir herzlichen Dank - nicht nur williweb hat´s sehr viel Freude gemacht.

 

 

 

     
 
     
 
     
 

 

 

 

 

 

     
 
   

Fotos: © Bruno, Claudius, Simone, williweb

 
   
 

 

 

 

 

 

 

 

Im Kölner Stadtanzeiger Samstag/Sonntag, vom 16./17. April 2011

     
 

   
     
 

Schwedenreise 2000

 

 

Es wäre zu schade, wenn nicht an dieser Stelle eine kurze Reisebeschreibung und einige Fotos unserer grandiosen Reise des vergangenen Jahres erscheinen würden - dafür war es einfach zu schön.

 

 

Es war toll, so ein großartiges Erlebnis…

 

und beim Abschied kam richtig Wehmut und Traurigkeit auf, nicht nur bei Marita und Gauke Bouma aus Drachten in Nord-Holland war dieser etwas schmerzliche Gesichtsausdruck erkennbar, besonders deshalb so auffallend, weil sich die beiden sympathischen Mitreisenden vom Saab-Club Nederland in der zurückliegenden Zeit in der Steiermark als stets gut gelaunte Freunde entpuppten und zum guten Gelingen der Graztour maßgeblichen Anteil hatten.

In der geplanten Zeit erreichten wir am Sonntagnachmittag, 11. September 2005, nach einer Zwischenübernachtung bei Passau am Samstag, den malerisch gelegenen Ort Frohnleiten und unser Hotel Frohnleitnerhof (www.frohnleitnerhof.at). Großzügig geschnittene Zimmer mit Balkon und Mur-Blick erwarteten uns, Marita und Gauke waren bereits angekommen und auch Hans ließ nicht mehr lange auf sich warten, obwohl er erst am frühen Sonntag die Fahrt antrat. Vom wunderschön gestalteten Hauptplatz in Frohnleiten konnten wir uns überzeugen und auch der hervorragend angelegte Volksgarten zeugte von regen Gemeindeaktivitäten. Am Montag, dem ersten Tag unseres Aufenthaltes, starteten wir vom Bahnhof Frohnleiten in Richtung Graz. Um 11.00 Uhr begann pünktlich die Altstadtführung. Nach einigen Metern Gassen, über einige Hinterhöfe erreichten wir schnellen Schrittes den Färberplatz, wo just das Glockenspiel erklang, das täglich drei Mal zu hören ist. Nach dieser netten Einlage begann unser historisches „Bildungsprogramm“ über die Altstadt, bei dem wir nicht nur den Dom und Burgreste sahen, sondern eine Menge historischer Gebäude, Innenhöfe und Plätze. Wir lernten eine lebendige und lebenslustige Stadt kennen, die bei dem schönen Wetter scheinbar jede Aktivität ins Freie verlegte. Wir lernten das Franziskaner Viertel und das "Bermuda-Dreieck" kennen. Nach der mehrstündigen Altstadtrunde trug uns die Schlossbergbahn bergauf auf eine Höhe von 473 m mit einer Steigung von 61 %. Der Uhrturm, das traditionelle Wahrzeichen der Stadt, die herrliche Aussicht auf die rötlichen Ziegeldächer der Altstadt, waren unser erklärtes Ziel. Der weite Blick trug uns auch zur „blauen Blase“, einem künstlerisch und architektonisch äußerst kühnen Gebäude mit einer bläulich gefärbten Außenhaut. Es beinhaltet als Kunsthaus Wechselausstellung zeitgenössischer Kunst. Auch den nächsten Tag verbrachten wir in der Grazer Innenstadt, Irmgard und Karl besuchten das Schlüssel- und Schlossmuseum - die restliche Gruppe fand sich zufällig beim Café Edegger-Tax ein.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen von Magna Steyr und Saab – der ursächliche Grund unserer Fahrt. Pünktlich zur Mittagszeit erreichten wir den ausgedehnten Fabrikkomplex, der über 9000 Menschen Arbeit gibt. Fast drei Stunden durften wir in der Cabrio- Montagehalle verbringen und sahen die aufwendige Herstellung der aus vielzähligen Teilen bestehenden Plattform und der Karosserie. Ständige 100-Prozent-Kontrollen stellen die Qualität sicher und der daraus entstandene Verarbeitungsstand wurde nicht ohne Stolz besonders ausgedrückt. Nach der Lackierung sahen wir die Cabrios auf der Montagestraße wieder, wo die ersten Kabelstränge, Steuergeräte und Bremsleitungen verlegt wurden. Auch die Montage des Überrollschutzes konnten wir hautnah miterleben, wobei wir grundsätzlich unsere Überraschung über eine derartige Nähe zum Objekt ausdrücken möchten. Der weitere Nachmittag brachte uns in das sehenswerte Luftfahrtmuseum (www.luftfahrtmuseum.at) am nahen Flughafen Graz-Thalerhof, wo Erich die vorzeitige Heimreise antrat.

Den nächsten Tag widmeten wir der „Südsteirischen Weinstraße“. Da wir erst gegen 15.00 Uhr einen Termin in der Kernmühle Heimschuh hatten, konnten wir den Vormittag in Eigeninitiative nutzen und statteten u. a. der Burg Deutsch-Landsberg einen Besuch ab, zum Besuch der Ausstellung örtlicher Ausgrabungsfunde und dem Genuss der heimischen Küche im angeschlossenen Hotelrestaurant (www.burghotel-dl.at). Trotz eines ungewollten Ausfluges in die falsche Richtung konnten wir pünktlich die Ölkernmühle erreichen. Die Produktion des „schwarzen Goldes“ der Steiermark wurde uns vom Seniorchef anschaulich und mit markigen Worten präsentiert. Er machte uns mit allen gesundheitlichen Vorzügen des Kürbiskernöls bekannt. Es führte uns die anschließende Fahrt über die Weinstraße, die uns atemberaubende Ausblicke bescherte, trotz der an sich geringen Höhe der zu befahrenen Hügel bzw. Berge. Eine Gradwanderung der besonderen Art, auch durch die straßenmittige Landesgrenze zwischen Österreich und Slowenien auf einer Länge von ca. 2 Kilometern. Um 18.00 Uhr trafen wir zur bestellten Brettljause in der Buschenschank Lorenz in Kitzeck ein. Richtig zünftig im Weingarten, Biergarten wäre eine unpassende Bezeichnung, mit uralten Rebstöcken wurden uns liebevoll hergerichtete Jausn-Teller serviert, belegt mit den leckersten Wurstwaren: Blut- und Leberwurst, luftgetrocknete Mettwurst, Schinken und andere Ergebnisse einer so genannten Hausschlachtung. Natürlich gab es auch einen entsprechend leckeren und passenden „Weißen“ dazu.

Dem letzten Tag unserer Reise genehmigten wir einen nochmaligen Besuch in Graz. Schwerpunkt sollte das moderne Graz sein, Kunsthaus und Murinsel.

Auch modere Architektur kann sehenswert sein, so auch diese beiden Gebäude. Die blaue Kunststofffassade des Kunsthauses ist auf der Ostseite mit 900 Leuchtstofflampen bestückt, die als riesiger Bildschirm Texte oder Bilder nach Außen kommunizieren können. Das „Friendly Alien“ hebt sich eindeutig von der Altstadt mit seinen roten Ziegeldächern ab. Ebenso das neue Wahrzeichen der Stadt, die zur Ernennung zur Kulturhauptstadt 2003 errichtete Murinsel. Nach dem Entwurf des Amerikaners Vito Acconi entstand die schwimmende Muschel, die mit beiden Murufern verbunden ist. Das Café testeten wir gerne und genossen die schöne Rundumsicht. Am Abend konnten wir erneut gemeinschaftlich die üppige und reichhaltige Küche in einem urigen Gasthof in Frohnleiten genießen.

 

Eine tolle Zeit konnten wir gemeinsam in Graz verbringen, die auch die "Organisation" gleichfalls genießen konnte. Ein herzliches Danke schön geht von dieser Stelle an die Gruppe! Es hat sehr, sehr viel Spaß und Freude bereitet, so dass seitens der Organisation einer weiteren Clubreise nichts im Wege steht - gerne wieder!

 

Im Zusammenhang mit unserer Reise haben wir uns vielfach zu bedanken, bei Frau Barbara Braunstein von der Graz Tourismus GmbH und Frau Christine Beck, Saab Deutschland GmbH für die Hilfe und Unterstützung bei der Planung unserer Fahrt.

Besonders dankbar sind wir den jungen Damen des Frohnleitnerhofes, die uns in der Vorbereitung und während des Aufenthalts sehr freundlich und hilfsbereit zur Seite standen, insbesondere bei Frau Sonja Hofbauer, Frau Andrea Thalhamer und Frau Silvie Maierhofer.

Dank der freundlichen Betreuung trugen sie nicht unerheblich zum guten Gelingen unserer Clubreise bei.

Fotos: © W.Volk

   
   
   
 

 

 

 

Schwedenreise 2000

Einige Fotos von Ola Strömberg/Peter Diekmann aus der Rallyesaisons 1979/1980 wollen wir zur Erinnerung hier fest installieren, auch Saabgeschichte, über die Geschichten erzählt werden.

Liebe Grüße an Ola und Stig!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: © W.Volk

   
   
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